LOLITA PELEGRIME
(Kopenhagen, DK), Malerei
Die in Litauen geborene Künstlerin Lolita Pelegrime lebt und arbeitet seit 2012 in Kopenhagen. In ihrer Ölmalerei widmet sie sich der menschlichen Figur und den intimen Momenten des Alltags – Augenblicke, die kaum jemand wahrnimmt und die sie mit sensibler Beobachtungsgabe ins Bild setzt.
Ihre Gemälde zeigen oft Frauen in nachdenklichen oder zärtlichen Momenten – beim Trinken, im Schlaf, in gedanklicher Abwesenheit. Häufig sind die Dargestellten dem Betrachter abgewandt oder in sich versunken, die Augen verborgen. Wie bei den anonymen Rückenfiguren eines Caspar David Friedrich lädt dies zur Identifikation ein: Die Figur wird zum Spiegel der eigenen inneren Erfahrung.
Über ihre Arbeit sagt Pelegrime selbst:
„Meine Arbeit dreht sich um die menschliche Präsenz und die feinen Emotionen, die in Momenten des Innehaltens sichtbar werden. Mich zieht es zu Gesten, Nähe und Zuständen stiller Intensität hin – weniger zu erzählerischen Szenen. Das Malen ist für mich ein Weg, die Dinge zu verlangsamen und bei dem zu verweilen, was zerbrechlich oder ungeklärt ist. Durch geschichteten Ölauftrag und sichtbare Pinselführung strebe ich nach Bildern, die intim, körperlich und emotional offen wirken – und den Betrachter in einen gemeinsamen Moment der Stille einladen.“
Pelegrime stellt seit 2006 international aus, unter anderem in Dänemark, Litauen, Deutschland und dem Vereinigten Königreich. 2025 eröffnete sie ihre erste Einzelausstellung in der renommierten Galleri Christoffer Egelund in Kopenhagen mit dem Titel „Stillness Isn‘t Quiet“.
Lolita Pelegrime: Rest (from the diptych Resonance and Rest), 2026
Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm
